Säuglinge

Allgemeine Einführung

Auch bei einer normalen komplikationslosen Geburt ist das kindliche Gewebe stärkeren Belastungen ausgesetzt. Die Natur hat jedoch den Säuglingsschädel durch seinen biomechanischen Aufbau in hervorragender Weise darauf vorbereitet. Durch die frei in den bindegewebigen Membranen des Schädels schwimmenden Knochenplatten, die noch nicht wie im Erwachsenenschädel fest miteinander verzahnt sind, kann der Druck der Wehen im Schädeldach verarbeitet werden, ohne dass das tiefer liegende zarte Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wird.

Behandlung eines Babys

Wird diese Regulationsfähigkeit durch eine komplizierte Geburt jedoch überlastet, so können bleibende Gewebsveränderungen und Verspannungen entstehen, die der junge Organismus in seinem weiteren Wachstum kompensieren muss.

Sowohl Komplikationen einer normalen Geburt, als auch eine Kaiserschnittgeburt können zu solchen Überlastungen des kindlichen Gewebes und damit zu Störungen führen. Je nach Geburtsverlauf hinterlassen Kompressionskräfte ihre Spuren im Gehirnschädel, an der Schädelbasis sowie im Übergang zur Halswirbelsäule, oder Zug- und Scherspannungen belasten Halswirbelsäule und Brustkorb.

Behandlung eines Babys

Aber auch bereits im Mutterleib unterliegt das Kind Einflüssen aus der Umwelt, die es zum Teil nicht adäquat verarbeiten kann. Lageanomalien und Enge im Mutterleib können das heranwachsende Kind und seine Gewebe nachhaltig und andauernd beeinflussen. Immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse lassen darüber hinaus aber auch keinen Zweifel mehr daran, dass nicht nur genetische Einflüsse die Entwicklung und das Gedeihen eines jungen Menschen alleine bestimmen. Bereits sehr früh in der Embryonalentwicklung sind wichtige Sinne entwickelt und zunehmend aktiv. Sowohl durch dieses sinnliche Empfinden, aber auch durch Reaktionen und Anpassungen auf das biochemische Gleichgewicht im Mutterleib werden unzählige Informationen an das heranwachsende Kind übermittelt. So können auch stärkere emotionale Empfindungen der Mutter wie Zweifel, Sorge und Angst Auswirkungen auf die embryonale Entwicklung der Gewebe haben, die je nach Kompensation und Verarbeitung Anteil an der Entstehung gesundheitlicher Probleme des heranwachsenden Kindes zur Folge haben können. Solche emotionalen Bedingungen können zu spürbaren Spannungen im kindlichen Gewebe führen, oft verbunden mit körperlichen Symptomen sowie Auffälligkeiten im Verhalten des jungen Menschen. Auch hier kann eine gezielte osteopathische Behandlung einen positiven Verlauf bewirken.

Behandlung eines Babys

» Nur wer berührt,
kann auch begreifen «